Feeling grounded - Januar
- Charlotte Holz
- 29. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Jan.
Ein Januarmorgen. Die Luft ist klar und still, die Welt noch leise. Der Tag liegt vor dir wie ein unbeschriebenes Blatt. Vielleicht spürst du die sanfte Spannung in dir – alte Gewohnheiten, leise Erwartungen, den Drang, etwas Neues zu starten.
Und doch: Es gibt diesen Moment, in dem du einfach ankommen darfst. Ohne Plan. Ohne Vorsatz. Nur du. Ein Atemzug. Ein leises Aufmerken. Ein Augenblick, in dem die Welt innehält und du spürst: Hier bist du. Im Jetzt präsent.
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Ankommen & Wahrnehmen
Füße auf dem Boden: Spüre die kühle Matte oder den warmen Boden. Jeder Kontakt darf eine Erinnerung sein: Du wirst gehalten.
Schultern & Kiefer: Lass bewusst los. Zähne auseinander, Kiefer weich. Ein Mikro-Ritual, das sofort Ruhe schenkt und gleichzeitig deinen Beckenboden entspannt.
Atmung: Tief in den Bauch einatmen, sanft ausatmen. Spüre deinen Atem an der Nasenspitze, wie er mühelos fließt – ohne, dass du etwas tun musst.
Kleine Bewegung: Arme weit über den Kopf strecken, Nackenkreisen, erlaube dir, weich zu werden – kein Ziel, nur Wahrnehmung.
Bewegungsimpuls: Ein Spaziergang an der frischen Luft. Spüre jeden Schritt, das leichte Pochen im Herz, den Kreislauf, der sanft erwacht. Jeder Atemzug kann ein Moment der Erdung sein, ein Moment für dich.
Dein Körper spricht eine Sprache, die keine Leistung braucht. Nur ein Wahrnehmen und danach handeln, was du intuitiv in dem Moment brauchst.
Gedanken im Fluss
Gedanken ziehen vorbei wie Wolken am Himmel. Leicht, schwer, schnell, langsam – sie wollen nicht erledigt werden, sie existieren einfach.
Vielleicht merkst du, wie ein Gedanke kurz innehält, wenn du zurückkehrst in den Atem, in die Hände, in die Füße, die dich tragen. Du musst nichts fixieren, nichts kontrollieren. Ein Moment der Klarheit entsteht, wenn du Raum lässt und dich selbst spürst.
Ruhe ist kein Zustand, den man erzwingt. Sie ist ein Moment, den du zulässt, während alles andere weiterzieht.
Einladung zum Spüren
Welche Gefühle tauchen auf, wenn du innehältst? Vielleicht ein leiser Frieden zwischen Ungeduld und Freude, zwischen Spannung und Weite. Vielleicht spürst du Angst, Aufregung, Erleichterung – alles darf da sein. Dein inneres Erleben kann die Grundlage für echte Stärke sein: nicht das Dranbleiben, nicht das Tun, sondern das Spüren, Sein, Zuhören.
Ein Moment des Fühlens ist ebenso wertvoll wie jede Handlung. Beides darf priorisiert werden im Alltag.
Ein Geschenk für dich
Vielleicht spürst du gerade, dass dein Nervensystem ein wenig Ruhe gebrauchen könnte, oder du sehnst dich nach einem Moment ohne Anforderungen? Dann bist du beim Yoga-Nidra am 18.01. genau richtig:
Ernährung – sanfte Impulse
Januar lädt zu warmen, nährenden Momenten ein: Tee mit Zitrusnoten, Haferbrei mit Zimt und Nüssen, cremiger Kakao.
Kein Plan, kein Muss – nur Lebensmittel, die dich halten, wärmen und Energie schenken.
Spüre die Wärme, die Aromen, die Texturen – ein Mini-Ritual der Selbstfürsorge, das dich sanft durch den Tag trägt.
Ein bewusstes Essen kann ein Moment der Präsenz sein: Langsam kauen, genießen, fühlen, wie Energie in dich fließt und welche Sinne aktiv sind.
Zyklus & Mond – Follikelphase & Aufbau
Zyklus: Die Follikelphase beginnt nach der Menstruation – eine Phase des Aufbaus, der Erneuerung, wachsenden Energie, passend zur aktuellen Jahreszeit.
Mond: Wie der aufbauende Mond, der Nacht für Nacht heller wird, darfst auch du deine eigene Energie sanft wieder aufbauen.
Körper: Dein Körper zeigt dir vielleicht kleine Signale: wachsende Klarheit, Lust auf Bewegung, Freude am Spüren – die Hormone bauen sich langsam wieder auf und ein neuer Zyklus beginnt
Licht: Morgens bewusst Sonne einlassen und warm auf der Haut spüren, oder direkt eine Kerze anzünden und den Duft von Kerzenwachs wahrnehmen
Duft: Bergamotte, Lavendel, Kerzenwachs – alles, was Ruhe und Präsenz unterstützt
Umgebung: Leichte Ordnung, frische Luft, minimalistische Umgebung → Ruhe im Außen als Spiegel für Innenruhe
Wie der Mond wächst, so wächst deine innere Kraft in der Folikelphase – Tag für Tag, Atemzug für Atemzug.

Reflexionsfragen
Wo spüre ich gerade Druck in mir?
Welche Impulse kommen aus meinem Körper und nicht aus dem Kopf?
Was darf heute einfach sein, ohne getan zu werden?
Wie fühlt sich innere Ruhe für mich an?
Januar lädt dich ein, zu landen, bevor du startest. Kein Vorsatz, kein Ziel, kein Muss. Nur du – spürend, wahrnehmend, ankommend.


























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