Feeling grounded im April
- Charlotte Holz
- vor 2 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
die Knospen öffnen sich, die Tage werden länger, die Sonne wärmt unsere Haut – es riecht nach Frühling. April ist eine Zeit, in der wir nach außen blicken, uns verabreden, unterwegs sind, den Austausch mit den Liebsten genießen. Gleichzeitig spüren viele von uns: der eigene Körper und die inneren Bedürfnisse geraten schnell in den Hintergrund. Verpflichtungen, Termine, ständiger Austausch – und die Stimme in dir flüstert: Ich brauche Zeit für mich.
Wie gelingt es uns, in dieser Zeit zwischen Verbindung und eigener Ruhe zu balancieren?
Warum der Körper im Frühling besonders achtsam wahrgenommen werden will
Frühling heißt nicht nur Wachstum draußen, sondern auch innere Umbrüche. Das Nervensystem ist sensibler, weil die Sonne und längeren Tage unseren Rhythmus verändern, mehr soziale Interaktionen anstehen und Hormone wie Cortisol und Östrogen schwanken.
Wie dein Nervensystem reagiert:
Dauerhafte Erreichbarkeit oder Multitasking aktiviert unser sympathisches Nervensystem. Wir sind „an“ – Herzfrequenz steigt, Stresshormone aktiv. Kleine, bewusste Pausen hingegen aktivieren den Parasympathikus, der uns erdet, Schlaf und Verdauung reguliert und das Hormon- und Immunsystem unterstützt.
Was dein Hormonsystem sagt:
Frauen reagieren besonders auf wechselnde Lichtverhältnisse, Ernährung, Bewegung und sozialen Austausch. Wenn wir die eigenen Bedürfnisse ignorieren, verschiebt sich die Balance zwischen Östrogen, Progesteron und Cortisol – das äußert sich in Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder schlechterer Stressresilienz.
Impuls:
Starte jeden Tag mit 2–3 Minuten Atembeobachtung – tief in den Bauch einatmen, langsam aus. Das aktiviert den Vagusnerv und reguliert dein Nervensystem, bevor du in die Hektik des Tages startest.
Wie Yoga auf das Thema blickt
Im Yoga heißt es: „Ahimsa beginnt im eigenen Körper.“ – Gewaltlosigkeit, Mitgefühl und Achtsamkeit beginnen bei uns selbst, nicht nur in Gedanken, sondern auch in Bewegung, Atem und Haltung. April lädt uns ein, diese Weisheit in den Alltag zu bringen: sanft mit uns selbst umgehen, statt uns zu überfordern, und gleichzeitig bewusst Verbindung nach außen zu erleben.
Ein mögliches Ritual für diesen Monat: Jeden Morgen drei tiefe Atemzüge im Stehen oder Sitzen, die Füße fest am Boden spürend, mit der Intention:
„Ich beginne diesen Tag in Verbindung mit mir und der Welt um mich herum.“
Dieses kleine Ritual verankert dich, reguliert dein Nervensystem und wird zum Kompass in der oft hektischen Frühlingszeit.
Rückblick auf das Female Yoga Retreat – was wir daraus für den Alltag lernen
Unser Female Yoga Retreat Ende März war ein Mikrokosmos für Balance: Yin Yoga, Yoga Nidra, Atemübungen und Meditation haben gezeigt, wie schnell sich der Körper beruhigen kann, wenn er sich sicher fühlt. Besonders spannend: schon nach 2 Tagen zeigte sich, wie nachhaltig kleine, gezielte Impulse wirken – Erdung, innere Ruhe, tiefer Schlaf.
Takeaways für zuhause:
Co-Regulation nutzen: Ein sicheres Zusammensein mit vertrauten Menschen senkt Stresshormone, stärkt den Parasympathikus und gibt Energie. Auch kurze Treffen oder Telefonate können diese Wirkung entfalten, wenn wir bewusst präsent sind.
Micro-Pausen: 5 Minuten bewusstes Sitzen, Spüren der Füße am Boden, tiefes Atmen – mehrfach täglich wiederholen.
Sinnes-Check-in: Licht, Geräusche, Gerüche, Berührung – bewusst wahrnehmen. Das stärkt die Verbindung zum Körper und gibt sofort ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe.
Wir planen gerade das Winter-Retreat und öffnen die Warteliste. Melde dich gerne an und erfahre als Erste, sobald die Buchung öffnet:
Impulse für deinen Alltag
Hier ein paar konkrete Übungen, die du sofort umsetzen kannst, während du im sozialen Frühling unterwegs bist:
Körperlich:
Barfuß über Wiesen oder Parkwege laufen – bewusst den Boden spüren
Sanfte Schulter- und Nackenmobilisationen zwischendurch
2 Minuten bewusstes Dehnen alle 1-2 Stunden
Emotional:
Jede Interaktion kurz reflektieren: „Was brauche ich gerade?“
Freude bewusst wahrnehmen, Grenzen respektieren
Mini-Check-in vor Verabredungen: Habe ich Energie für Austausch oder brauche ich zuerst Ruhe?
Mental:
Gedanken beobachten, nicht bewerten
Eine Frage des Tages: „Was nährt mich gerade wirklich?“
Journaling oder kurze Notizen zu positiven Momenten
Sinnlich:
Licht auf der Haut genießen
Gerüche bewusst wahrnehmen – Kaffee, Blumen, frische Luft
Kurze, achtsame Essensrituale ohne Ablenkung
Co-Regulation & Verbindung bewusst erleben
Co-Regulation ist mehr als „Miteinander reden“ – es ist ein neurologisches Phänomen: unser Nervensystem synchronisiert sich beim sicheren Zusammensein mit anderen, Hormone stabilisieren sich, Stress reduziert sich. Besonders für Frauen ist das kraftvoll, weil soziale Verbundenheit und hormonelle Balance eng miteinander verknüpft sind.
Darum freue ich mich besonders auf unser Dinner Event am 15.04. für selbstständige Frauen: kein klassisches Networking, sondern echter Austausch, Gespräche mit Tiefgang, in einem Raum, der Sicherheit und Präsenz bietet. Ein Abend, an dem du dich verbinden kannst, ohne deine innere Ruhe zu verlieren.
Zum Abschluss
Mein Wunsch für dich: Spüre deinen Körper, gönn dir kleine Auszeiten im Alltag, während du im Austausch und in Verbindung mit anderen bist. Erlebe die Leichtigkeit, die entsteht, wenn Innen und Außen im Einklang sind – und lass dich vom Frühling inspirieren, dich selbst zu feiern.
Alles Liebe,
Charlotte 🤍






























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